Agile Castle Camp 2026 – It’s a wrap!

The first follower transforms a lone nut into a leader.
An das Zitat hab ich mehrmals im Zusammenhang mit dem gerade vergangenen Agile Castle Camp gedacht.
Und wie das Camp eigentlich entstanden ist.
Mit einer Lone Nut auf der Rückbank, die einfach gesponnen und keine Ruhe gegeben hat: Christian Hartl.
If the leader is the flint, the first follower is the spark that really makes the fire
Und so ist es dann entstanden, das Agile Castle Camp. Dieses Jahr nun schon zum zweiten Mal. Und es war wieder grossartig.
Auf LinkedIn haben viele schon berichtet (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 12, 13, 14). Und es ist grossartig drüber zu lesen, wie wertvoll das Camp wahrgenommen wurde.
Neben dem was schon geschrieben wurde, hab ich noch ein paar Dinge beobachtet, die ich auch teilen will:
Altes, und Relevantes.
Auf meiner Workshop-Reise vor dem Camp hatte ich „The Goat“ der Simulationen dabei: Jan Fischbach’s Ubongo Flow. In der Simulation erlebt man in 45-60‘ was sich verändert, wenn man Organisationsstrukturen verändert und Selbstorganisation zulässt.
Und weil ich es sowieso dabei hatte, hab ich eine Session dazu gemacht. Volle Hütte. Alle 16 Plätze besetzt. Einige Zuschauer. Und das obwohl die Simulation dieses Jahr 10 Jahre alt wird.
Ubongo Flow hat so viel mögliche Lernerfahrungen eingebaut. Ohne dass man da gross drüber reden muss. Kommunikation, Priorisierung, One-Piece-Flow, Time-Boxing, empirische Prozesskontrolle, Reporting und Planning im unsicheren Raum, die Kraft von Reflektionen, Pairing, Job-Rotation, und so viel mehr…
Was auch alt und relevant bleibt, sind Konflikte.
Meine zweite Session zum Notfallkoffer Konflikte war auch voll. Oben im Turm. Um den Turm rum. Wenig Platz, viel dicke Luft zum Lösen. Die Impulse aus der Session: Widerstand sind Signale, Konflikte brauchts – und sollten daher genutzt, statt bekämpft werden.
Beide Themen bleiben auch im Zeitalter von AI relevant. Spannend fand ich auch was Martin Ströbele und Tommy Krause dazu dabei hatten. Was macht man wenn alles so neu, wild und dynamisch ist? Man schaut nach Mustern und Modellen, die helfen. Bei allen selbstorchestrierenden Agenten können Modelle aus dem Organisationsdesign Orientierung geben. Again: Altes, Relevantes.
Wir müssen nur lernen, damit zu tanzen.
Was uns zurück zu der Lone Nut und der tanzenden Menge bringt. Ich fand es auch dieses Jahr so spannend, was zwischen den Tanzenden passiert ist. Einfach so.
Eine Ukule mit Hingabe, eine versteckte Leidenschaft fürs Mittelalter, eine Long-Distance Triathletin und Schwimmtrainerin.
Oder der Urlauber mit seinem Handtuch von dem Dennis berichtet: einfach mal nen Platz am Meetingtisch für den imaginären Kunden reservieren.
Das Gespräch, das ich an der Kaffeemaschine belauschen durfte „Ja, dann können wir doch das auf unser Miroboard packen und dafür nutzen“ „Ja, und, …“
Dazu leuchtende Augen. Mut, Inspiration und Zuversicht.
Das Treffen, das sich wie ein Klassentreffen anfühlt – obwohl es nicht das eigene ist.
Die Erkenntnis, das manche schon zum dritten Mal aufs Agile Castle Camp fahren – obwohl es erst zweimal stattgefunden hat
Generell fand ich, dass der Vibe nach zwei, vielleicht drei vorsichtigen Jahren wo „alles schwer ist“ nun in ein „es ist immer noch schwer, nutzen wir die Chance“ Vibe umschlägt. Es wird wieder mehr experimentiert. Gut so. Wer, wenn die agile Community sollte in der Lage sein, mit Veränderungen umzugehen, schliesslich erzählen wir das doch unseren Organisationen jeden Tag…
Organisatorische Herausforderungen gibt es ne Menge. Und die lösen Menschen. Mit AI. Aber vor allem: Miteinander.
Und „Good News“ gibt es überall. Auch in den geopolitisch und wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Das war auch schon letztes Jahr so.
Good News auch, das neben dem unglaublichen Spass den 87 alte und drei junge Kinder haben können, wenn ein Lachs im Kronleuchter gefunden wird, auch viele neue Verbindungen entstanden sind. Und es freut mich auch, dass nicht nur Altes, Relevantes aufgekocht wurde, sondern auch einiges Neues entstanden ist:
- Christian Manyar‘s Communitymap App per vibecoding
- Ein Meetup in München
- Ein Konfliktmanagement Modul (stay tuned!)
- Und was eigentlich noch?
Fakt ist, dass die Menge getanzt hat. So wie im Video. Fakt ist auch, dass wir bereits 60% ausgebucht sind für 2027.
„This is Momentum“, so heisst es im Video.
Lasst uns weiter tanzen. Nächstes Jahr am 12.-14. März. Anmelden kannst Du dich schon.
Und wenn Du dafür sorgen willst, das wieder die Musik spielt, sprich Du (wieder) sponsoren magst: dann nehm doch mit mir Kontakt auf.
In diesem Sinne:
When you find a lone nut doing something great, have the guts to be the first person to stand up and join in.








